Nachdenkliches
092 Einzigartig
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- Geschrieben von Werner Geisser
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Einzigartig
Es ist ein kleines unscheinbares Wesen,
noch niemals auf der Welt gewesen.
Geboren, ganz zart und fein,
kann es nur engelsgleich sein.
Charakter und die Lebenslinien
können in der Natur sich wiegen.
Wird an ihm herum erzogen
ist sein Charakter schon verbogen.
Lässt man „Es“ sich frei entfalten,
bleibt sein einzigartig Wesen, erhalten.
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Weiterstadt,29.07.1979
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92
081 Fronleichnam
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- Geschrieben von Werner Geisser
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Fronleichnam
Lebendiger Leib des Herrn.
Gott hat alle Menschen gern.
Liebe braucht auch Wein und Brot.
Wer ohne Liebe lebt, nur der ist tot.
Gott liebt alle, nicht mehr noch minder.
Alle Menschen sind Gotteskinder.
Den Weg zu ihm musst du alleine finden.
Brauchst dich selbst nur, zu überwinden.
Er liebt dich, so wie ein jedes Wesen.
Deine Seele kann nur bei ihm genesen.
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Weiterstadt,26.06.1993
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81
080 Trügerisch
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Trügerisch
Was ist daran so trügerisch,
beim Autofahren ist er frisch.
Sitzt er glücklich in seinem Auto drin,
nur gute Gedanken in seinem Sinn.
Sieht in der Ferne schöne Dinge,
das Auto fährt in seinem Sinne.
Gedanken eilen durch Zeit und Raum,
merkt nicht, es ist ein Wachsein -Traum.
Er wird mit geöffneten Augen fahren,
nur Engel ihn vor dem Tod bewahren.
Hört Radio, das Gespräch von hinten,
kann nicht mehr in die Wirklichkeit finden.
Er gleitet weg in Raum und Zeit,
der Weg zum Tod ist nicht mehr weit.
Wer denkt, er sei da draußen vor,
so denken, kann doch nur ein Tor!
Schneller als das Menschenleben,
auf die schöne Welt gekommen.
Hat der trügerische Sekundenschlaf,
das Leben wieder fortgenommen.
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Weiterstadt,05.08.1986
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80
078 Traumwelt
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- Geschrieben von Werner Geisser
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Traumwelt
Es ist so schön zu träumen, vom Leben, Blumen, Bäumen.
Als Prinz oder Prinzessin, in feinen fürstlichen Räumen.
Kaum ist auch der Geist im Wunschland angekommen,
ist die Realität, im Traum, schon ganz verschwommen.
Vergessen ist das Leben, die ganz normale Wirklichkeit.
Im Traum ist der ängstlichste Mensch, zu allem bereit.
Die abenteuerlichsten Geschichten werden im Traum erfunden,
die unfertigsten Hirngespinste, zu ganzen Werken gebunden.
Ist der Albtraum schockierend und schwer zu verkraften.
Bleiben die bösen Erinnerungen in den Gedanken haften.
Die unmöglichsten Begriffe, ziehen in Gedanken dahin.
Für Realitäten war in einem Traum, niemals Platz darin.
Doch kehrt der Träumende, aus dem Wunschgebilde zurück,
bleibt ihm vom Traum, nicht das kleinste Stückchen Glück.
Vielleicht ist auch die Seele, vor der Wirklichkeit gewichen.
Und in den Traum, voll Irrungen und Wirrungen, geschlichen.
War es ein wirrer Traum, durch den die Gedanken flogen.
Die Begriffe und Wirklichkeit wurden im Wachsein verwoben.
Stellst du dich im Dasein, dem Leben, den Blumen und Bäumen,
wirst auch du, nicht viel, von schrecklichen Dingen träumen.
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Weiterstadt,21.09.1977
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78
067 Salonfähig
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Salonfähig
Vornehm wie ein Pfau,
mit seinem Gefieder.
Erhoben das Haupt
und fast steif die Glieder.
Er hört nicht auf,
mit seinem hochnäsigen Getue.
Er kommt vor lauter Stolz,
auch nicht zur Ruhe.
Es ist nicht zum Aushalten,
mit seinem Gehabe.
Doch wenn man gut hinschaut,
ist’s nur ein Rabe.
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Weiterstadt,11.04.1979
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