Traumwelt
Es ist so schön zu träumen, vom Leben, Blumen, Bäumen.
Als Prinz oder Prinzessin, in feinen fürstlichen Räumen.
Kaum ist auch der Geist im Wunschland angekommen,
ist die Realität, im Traum, schon ganz verschwommen.
Vergessen ist das Leben, die ganz normale Wirklichkeit.
Im Traum ist der ängstlichste Mensch, zu allem bereit.
Die abenteuerlichsten Geschichten werden im Traum erfunden,
die unfertigsten Hirngespinste, zu ganzen Werken gebunden.
Ist der Albtraum schockierend und schwer zu verkraften.
Bleiben die bösen Erinnerungen in den Gedanken haften.
Die unmöglichsten Begriffe, ziehen in Gedanken dahin.
Für Realitäten war in einem Traum, niemals Platz darin.
Doch kehrt der Träumende, aus dem Wunschgebilde zurück,
bleibt ihm vom Traum, nicht das kleinste Stückchen Glück.
Vielleicht ist auch die Seele, vor der Wirklichkeit gewichen.
Und in den Traum, voll Irrungen und Wirrungen, geschlichen.
War es ein wirrer Traum, durch den die Gedanken flogen.
Die Begriffe und Wirklichkeit wurden im Wachsein verwoben.
Stellst du dich im Dasein, dem Leben, den Blumen und Bäumen,
wirst auch du, nicht viel, von schrecklichen Dingen träumen.
Copyright © Werner Geisser
Weiterstadt,21.09.1977
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